Internationale maritime Nachrichten ImN (Newsletter) Dezember 2026 |
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Inhalt: - Weihnachtsbäume und CO₂
- Lage Klimakrise
- Blog: "Was jede/r tun kann"
- Seenotmittel und Böller
- Messe Boot 2026
- Weitere Projekte
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Blick nach oben am Nordpol zum Nordstern, um den sich alles zu drehen scheint.
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Eine gute Wintersonnenwende am 21. Dezember um 16:03 Uhr MEZ im Sinne der Astronavigation wünscht das Portal Maritim! Der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres auf der Nordhalbkugel. Nun werden die Tage wieder länger, die Sonne bekommt mehr Kraft. Weihnacht im Sinne der Rettung der Welt! Tipp für alle, die schon an die CO₂-Bilanz auch bei einfachen persönlichen Belangen im Konsumwahn von Weihnachten denken: Wir hoffen, dass alle Ihre "Weihnachtsbäume" mit Wurzelballen gut über den Winter bekommen und im Frühjahr sicher auspflanzen können. Sollte es weiterhin so mild sein, ist das Auspflanzen zwar möglich, es muss aber permanent für ausreichend Wasser im Wurzelbereich gesorgt werden. Damit bei starkem Frost der Bereich nicht einfriert, können die weiteren Weihnachstgrünteile (Kränze etc.) als Mulch genutzt werden. Es wurde festgestellt, dass die meisten Weihnachtsbäume beim zu frühen auspflanzen, aber nicht erfrieren, wie oft angenommen wird, sondern sie verdursten und vertrocknen, da sie auch als immergrüne Ihren Stoffwechsel im Winter haben und dazu einfach genug Wasser brauchen. Neue Vorsätze für 2026? Pflanzt mehr Bäumchen! Kauft Weihnachtsbäumchen mit Wurzelballen! Warum sollte die Geburt Jesu überhaupt unter einem sterbenden Kleinkind-Nadelbaum begangen werden? Bisher werden jedes Jahr mehr als 25 000 000 Bäumchen verkauft, davon sind bisher nur 2-3 Millionen Lebende mit Wurzeln. Es ist gar nicht so schwer, für das Leben des Bäumchens und für unser aller Überleben, einen Grundbesitzer, die Gemeinde oder einen Förster nach einem geeigneten Platz zu fragen. Für Jesus war es erheblich schwerer, für uns zu sterben. Es gibt mittlerweile lebende Bäumchen zu mieten, die nach den Feiertagen abgeholt und eingepflanzt werden. Jedes Jahr können so immer mehr Bäumchen wachsen und dicker und größer werden und so die CO₂-Bilanz erheblich verbessern, anstatt, in einem für einen Baum echt kurzen Lebenszyklus, die Welt immer weiter anzuheizen. Es ist ein Unterschied, ob bodennah bis in eine Höhe von 1 bis 2 m oder in Höhen von 10, 20, 30 Metern und mehr die Lunge der Erde wirken kann. |
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Das Bild oben zeigt die Gegenansicht zum ersten Bild, "Blick nach oben in den Polarsternbereich", die Draufsicht auf den Nordpol und den Zustand zu einem weiteren Kipppunkt, dem Abschmelzen der Barentssee, der offensichtlich eingetreten ist. In den letzten drei Jahren und insbesondere 2025 haben wir Seeleute da draußen festgestellt, dass sich was verändert und nicht zum Guten. Blauwassersegeln und Barfußroute sind jetzt schon verschwommene Erinnerungen an bessere vergangene Zeiten. Der Atlantik wird aufgrund Temperatursteigerung um 1,5 Grad, mit Wassererwärmung und atmosphärischen Störungen, primär des Jetstreams, der stärkeren Drucksystemen immer unruhiger, unberechenbarer, gefährlicher und kostenintensiver. Wir hatten dieses Jahr einen deutlichen Kaltwassertropfen mitten auf dem Nordatlantik, der den AMOC sehr gestört und so zu absonderlichen Wetterphasen geführt hat. Vieles verändert sich nun zusehends. Die Übersicht ist bei den Allermeisten nicht vorhanden. Die Thematik Klimakrise/Klimanotstand bleibt von nun an ganz oben! So, wie es sich an Bord gehört. Die Wachroutine wird angepasst, das Funkgerät ständig besetzt und die Ausgucks zur Wachsamkeit gemahnt, die Lage ständig erfasst, alles wird gesichert und sturmfest gemacht und der Segelwechsel auf stärkere Winde und unvorhersehbare Böen vorbereitet, Kursanpassungen gehören ab jetzt dazu. |
Zeitenwende Klimakrise/Klimanotstand Das Portal Maritim ist seit Oktober intensiv dabei, hierzu eine Hilfestellung für alle zu erarbeiten, die es jedem ermöglicht, den derzeitigen Sachstand zu erfassen und den jeweiligen Kurs entsprechend anzupassen. Es ist jetzt schon nachzuvollziehen, wie sich bestimmte Kipppunkte angedeutet und entwickelt haben und wie nach wissenschaftlicher Forschung der weitere Verlauf sein wird, abhängig von unser aller Verhalten. Die Liste ist noch nicht vollständig und wird ständig erweitert und auf den wissenschaftlich neusten Stand gebracht. Sie entspricht der derzeitigen wahrscheinlichsten Prognoselage für die Beschleunigung der Veränderungen an der roten Linie des SSP 5-8,5 aus den Berichten der UN. Aufgrund der alarmierenden neusten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Extremwetterkonferenz in Hamburg vom September 2025 und den absolut ungenügenden Ergebnissen der COP 30 in Brasilien, ist kein faktisch politischer oder wirtschaftlicher Wille vorhanden, die Klimakrise im 1,5 Grad-Zielbereich zu halten. Auch die 2 Grad-Grenze bis 2100 wird durch die Wissenschaft als nicht mehr als erreichbar erklärt. Ganz im Gegenteil müssen wir derzeit vom Schlimmsten ausgehen, bei dem das Erreichen der 3 Grad schon bis 2050 und das Erreichen der 2 Grad in den frühen 2030ern im Bereich des Möglichen liegt. Nach guter Seemannschaft gehen wir immer von dem Schlimmsten aus und hoffen das Beste, damit man nicht überrascht wird. Sollten die Hauptverantwortlichen und die Menschheit insgesamt noch zur Vernunft kommen und die Natur ggf. noch mit Wundern aufwartet, haben wir uns sicherlich nicht umsonst vorbereitet. Es wird Jahrhunderte und Jahrtausende dauern, bis der Sturm sich legt. Reagieren wir mit unseren Notlagenmanövern allerdings zu spät, geht die Chance für den Einzelnen, den Organisationen und Institutionen, den Ländern der Welt mit der Rettung des einzigartigen Lebens und der Natur in diesem Kosmos dramatisch Richtung Null. https://sturmklarmachen.portalmaritim.de/ Wir haben es mit unserem bisherigen Unterlassen und Versagen zugelassen, dass wir die anvisierten, 1,5 Grad maximalen Temperaturanstieg bis 2100 schon 2024 überzogen haben. Und die Kipppunkte fallen. Es wird immer schwieriger, die deutlich aufkommende Apokalypse in den nächsten Dekaden zu vermeiden, wenn alle dummerweise immer so weiter machen wollen wie bisher und sogar nach noch mehr Konsum und Luxus gieren und dabei darauf hoffen, dass andere das Richtige tun. Die Klimakrise, verursacht durch den Menschen, beschleunigt noch immer. Es liegt ganz einfach an uns selbst, den Wachstumswahn als Lüge zu erkennen, wie den Osterhasen und den Weihnachtsmann. Dabei die suggerierte ständige Wohlstandmaximierung mit manipuliertem Konsumrausch, als selbstzerstörerische Sucht anzuerkennen und uns selbst auf Entzug zu setzen wird echt mal Zeit. Kann es einen besseren Vorsatz für 2026 geben? |
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"Was jede/r 2026 tun kann?" Unser Blog: https://app.portalmaritim.de/was-jeder-tun-kann Listet nach und nach verschiedenste Ideen, Tipps und Tricks von Crewmitgliedern, Kameraden, Partnern und Kontakten auf, die durch das Teilen eine größere Wirkung erzielen möchten. Hier kann sich jede/r informieren und sich erstmal einfache Schritte aussuchen und probieren diese im Alltag umzusetzen. Für ambitionierte oder Investoren sind auch schon einige dabei. Gute Vorsätze können auch mal klappen! Wer weitere Ideen, Tipps und Tricks hat, kann gerne solche über Kontakt anfügen. Lebende Weihnachtsbäume, Abkehr vom Böllerwahn und allgemeine Besinnung der Lage sind kleine Schritte einzelner, die in der Masse wirklich Wirkung erzielen und zu mehr Sinnvollem, zu einem generell besseren Leben führen. |
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Gesellschaftlicher Wandel mit Bewusstseinsentwicklung Das Portal Maritim unterstützt und fördert die Pyrotechnik als Seenotsignalmittel. Die unsinnige, kindische Knallerei zum Jahreswechsel wird selbstverständlich nicht gefördert. In Zeiten der Klimakrise sollte der Mensch sich endlich, bei vielen bisher sogenannten Angewohnheiten und Traditionen als erwachsen zeigen, beim Böllern wäre es schonmal ein Anfang. Warum machen wir nicht einfach um Mitternacht mal die Lichter für eine Stunde aus und alle genießen das Sternenlicht? Allein die Vorstellung, dass in einer Nacht die Welt zum Teil umlaufend dunkel ist, alle Ihre Wünsche an echte natürliche Leuchtkörper richten, sich dabei etwas der eigenen Bedeutungslosigkeit bewusst werden, kann die Demut zurückbringen, die wir für unsere Bewusstseinsentwicklung für die uns gestellten Aufgaben so dringend brauchen. Die Energie jedes Einzelnen muss einfach sinnvoller eingesetzt werden. Es gibt keine Ausreden. Das, was bleibt, ist das Bewusstsein für das, was nicht vollbracht wurde. Auswirkungen von Feuerwerk auf Wildtiere und Umwelt - NABU Hessen Silvester: Wieso Feuerwerke so schädlich für Tiere und Natur sind - WWF Österreich |
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Messe Boot 2026 Düsseldorf im Januar Neben unserer Teilnahme, bei der wir uns generell sehr darauf freuen, uns mit Partnern und Kontakten treffen, um die Arbeit der Bordgemeinschaft weiter nach vorn zu bringen, konnten wir für diese erste Messe in der Klimazeitenwende etwas Besonderes organisieren. Das Portal Maritim wird mit unserem Partner Dr. Udo Engelhardt Vorträge am Dienstag dem 20. und am Mittwoch, den 21. Januar, jeweils um 11:00 Uhr, auf dem Stand von Delius Klasing, Halle 10, Stand G 18 zum Sachstand Klimakrise und zu erwartenden Herausforderungen für die maritime Welt halten. Wir bedanken uns bei unserer guten Kontaktpartnerin Frau Walwei bei Delius Klasing! Zudem haben wir die Möglichkeit organisiert, dass Dr. Udo Engelhardt am Samstag, den 24. Januar beim Blue Innovation Dock in der Halle 10 Stand G 66 an der Podiumsdiskussion -"Inspiring citizen science initiatives"- teilnimmt. Hier geht unser Dank an die Crew des Blue Innovation Dock der Boot 2026! Dr. Udo Engelhardt Marine Ecologist, Climate Impact Researcher & Systems Analyst Chief Scientist @ TCTF Director @ Reefcare International P/L Es wird hier über den derzeitigen Stand in der Wissenschaft zur Klimalage ausgeführt. Dass die Beschleunigung der Erderwärmung, mit jedem 0,1 Grad-Schritt, nonlineare Auswirkungen haben wird, welche das nach wissenschaftlichem Stand sein werden und ab wann mit 1,6 - 1,7 - 1,8 - 1,9 und 2 Grad Erwärmung zu rechnen ist. Was ist zu tun und wie es zu schaffen ist sind dann die nächsten Schritte. Wir bitten und fordern alle Partner auf, dann dort anwesend zu sein, insbesondere die, welche selbst auf der Messe vertreten sind. Es besteht die Möglichkeit, dass die anwesenden Partner vorgestellt werden und deren Fragen und Antworten aus den Fachgebieten behandelt werden. Deshalb werden alle weiteren Partner und Kontakte angeregt, eine Vertretung zur Messe zu entsenden. Wer möchte, dass das Portal Maritim die Vertretung übernimmt, sollte sich auch melden. Für Fragen und Erörterungen stehen wir gerne unter 0157 3932 6161 zur Verfügung. https://portalmaritim.de/kontakt/ |
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Weitere Projekte wie Elbe und Adria, etc.
Selbstverständlich sind die laufenden weiteren Projekte auch in der Wintersaison in fortlaufender Bearbeitung. Die Lageerfassung zum Forschungsstand der Klimakrise ist allerdings wichtig, um Förderungen, Unterstützungen und Maßnahmen nicht unnötig zu erbringen. Sobald der Sachstand in allen notwendigen Einzelheiten klar darstellbar ist, werden wir an den Kursanpassungen entsprechend wirken. Beispiel Projekt Elbe: Es ist an der Oder ein ähnlicher Sachstand dokumentiert worden. Hier geht es offensichtlich um ein noch größeres Problem beim verantwortlichen Handeln, wenn die Lage unterschätzt wird. Vielen Dank an alle! Bleibt gesund und munter bis bald die Redaktion |
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