Internationale maritime NachrichtenImN (Newsletter) Februar 2026
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Inhalt:- Lage Klimakrise
- Manöver "Sturmklarmachen"
- Messe Boot 2026
- Projekte
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Quelle: Pexels Stein egil liland
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Klimakrise heißt Warnfarbe Orange! Paradigmenwechsel allen Orten. Prioritäten-wechsel in allen Lebensbereichen. |
Quelle: Pexels David McElwee |
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Preparation, Preparation, Preparation!!!
Gut vorbereitet klappt meist ziemlich viel. Die Lage Warnstufe Orange bedeutet ganz einfach, dass die Alarmstufe Rot der nächste Schritt, die nächste Situation, Lage sein kann und in unserem Fall allerdings unumgänglich sein wird. Die Priorität, sich darauf vorzubereiten, tritt somit an erste Stelle. Die bisherige erste Priorität, den Sturm zu vermeiden, tritt nun zurück und fällt auf Platz zwei. Dabei ist durch die Wissenschaft klar vorgetragen, dass es nicht mehr um die Vermeidung der Katastrophen geht, sondern leider nur noch um die bestmögliche Verminderung der schlimmsten Auswirkungen. |
Lage Klimakrise / Klimanotstand
Beschleunigung scheint das Thema zu sein.
Beschleunigung heißt, dass vieles nicht einfach anders abläuft wie wissenschaftlich prognostiziert, sondern Auswirkungen erheblich früher und auch stärker ausfallen als bisher angenommen. Besonders auffällig war u.a. in der letzten Zeit, die unterschiedlichsten Feststellungen und Studien zum Abschmelzgrad des Grönländischen-Eises. Hier ist die Zunahme schon deutlich außerhalb, selbst der "Worst-Case-Szenarien". Es wird derzeit sogar diskutiert, ob hier der Kipppunkt schon erreicht ist oder sehr zeitnah erreicht wird und das erheblich früher als für 2030 projiziert. Die damit u.a. verbundene weltweite Wasserspiegelanstiegsrate macht nun vielen Sorgen. Es kommt so erheblich früher Druck auf unsere Schifffahrt, Offshore-Industrie, Fischerei, Infrastrukturen etc. und dem Hochwasserschutz. Klare Vorhersagen gibt es derzeit dazu noch nicht. Somit ist die Ausrufung der "Warnstufe Orange" angemessen. Wir müssen uns alleine schon wegen der Lage auf Grönland, nun breit auf unterschiedlichste Auswirkungen und Wechselwirkungen, einstellen und Anpassungen vornehmen. Wichtig ist dabei, dass die Beschleunigung nicht dazu führt, dass wir mit unseren immer eingeschränkteren Möglichkeiten ins Hintertreffen kommen, dass wir nicht einfach von den schneller werdenden Veränderungen überholt werden. An Bord sagt man, dass die Schiffsführung mit Ihren Lagefeststellungen und entsprechenden Maßnahmen und Kommandos immer voraus sein muss. Und das mindestens drei Schritte voraus, wenn nicht sogar 7 - 12 Schritte über den Horizont hinaus, der Törnplan steht. Hier können wir nur inständig hoffen, dass alle Verantwortlichen sich hier ein Beispiel nehmen und den bisherigen Klüngel aufgeben. |
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Quelle: Pexels Luciann Photography
Interessant ist die Feststellung, dass auf Grönland erheblich weniger vom Meeresspiegelanstieg zu messen ist.
Hintergrund ist die Hebung der Erdplatte durch den Gewichtsverlust. Bedenklich ist allerdings, dass dieses so früh feststellbar ist. So kommt jetzt schon Druck auf die Plattentektonik, da andere Platten zwingend absinken. (Alles Platten schwimmen auf dem gleichen Ozean aus Magma). Berücksichtigen wir dabei, dass es mit der Antarktis, also dem Südpol ähnlich läuft, ist dieser wissenschaftliche Fachbereich einfach stärker zu unterstützen, als es bisher der Fall war. Dass wir mit Veränderungen der bisherigen Lage an Erdbeben, Gebirgs-Rutschungen über und unter Wasser, Tsunamis, Methanaustritten, und Vulkanausbrüchen zu rechnen haben, wird verständlich. Es gibt viele weitere Punkte, die in der letzten Zeit auf die Tagesordnung gerutscht sind, ohne ausreichende Berücksichtigung und Beachtungen zu finden. Hierzu in den nächsten ImN (Internationale maritimen Nachrichten) des Portal Maritim oder bald auf dessen Internetseite. |
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Quelle: https://sturmklarmachen.portalmaritim.de/timeline Manöver Sturmklarmachen! Klar hat sich die Seite weiterentwickelt und sie wird es weiterhin tun. Neue Daten, Informationen, Quellen und schon beginnt es zu Leben. Wir haben einige neue Elemente und Verschiebungen solcher. Es ist also gut sich regelmäßig ein neues Lagebild zu verschaffen. Wir konnten auf der Boot 2026 das Ganze nicht nur in den Vorträgen und Podiumsgesprächen offiziell in der Öffentlichkeit vorstellen, sondern wir haben damit alle wichtigen Akteure besucht und diese Ansicht und alles Weitere vorgestellt. Verbände der EU, der Bundesrepublik, der einzelnen Wassersportvertretungen als Verbände, Vereine und auch bei den zuständigen Bundesbehörden. Der Anklang war wirklich ansprechend. Alle konnten erfassen, dass dies was Neues und einzigartiges ist, was schon lange gebraucht wurde und nun endlich zur Verfügung steht. Bei den Vorträgen konnten wir die eingehende Wirkung erzielen, dass die dort dargestellten und in Ihren Einzelheiten vorgetragenen maritimen Auswirkungen aus Meeresspiegelanstieg, Windzunahme, Wellenhöhenzunahmen, Strömungsveränderungen und Gezeitenresonanzverschiebungen uns heute schon alle in unseren Belangen betroffen macht und dies auch so weitergehen und sich verschlimmern wird. Die mathematische und physikalische Wirkung war verständlich und die Bedeutung für den maritimen Bereich insgesamt unzweifelhaft. Inwieweit der Wassersportbereich (Boot 2026) im Einzelnen betroffen ist und sich die Entwicklung fortsetzt, war aufgrund der zeitlichen Begrenzung des Vortragsslots nur zusammengefasst darstellbar, hat aber für viele große Augen und AHA-Effekte gesorgt. Diese Informationen konnten bei den Bundesbehörden inzwischen noch tiefer und genauer verifiziert werden, wobei uns gerne die Zusagen gegeben wurden, dass wir die notwendigen Daten fortlaufend erhalten. So ist beim Portal Maritim einiges los dies alles zusammenzufassen und auf der Seite auch dazustellen. Wir bitten hierzu um etwas Geduld. https://sturmklarmachen.portalmaritim.de/timeline |
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Messe Boot 2026 in Düsseldorf Der Aufruf aus den letzten ImN hat einige Leute erreicht und zu unseren Auftritten ge-lotzt. Das Portal Maritim hat mit unserem Partner Dr. Udo Engelhardt Vorträge am Dienstag, dem 20. und am Mittwoch, dem 21. Januar, jeweils um 11:00 Uhr, auf dem Stand von Delius Klasing, einen Vortag zum Thema: Sachstand Klimakrise und zu erwartenden Herausforderungen für die maritime Welt gehalten. |
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Unser Kontakt Anja Walwei hat das ermöglicht, wir danken nochmals ganz herzlich. Auch den vielen Weiteren, die dann weiter unterstützt haben. Der Moderator und Journalist Timm Kruse hat seine Sache echt super gemacht. Er konnte das Publikum eingehend fesseln und hat die Wichtigkeit dieser Vorträge insbesondere auf der Boot klar und deutlich eingeordnet. Wir wünschen dem gesamten Team von Delius Klasing alles Gute und viel Fortune bei der Umsetzung Ihrer Kursanpassung! Am Samstag, dem 24. Januar wurde beim Blue Innovation Dock an der Podiumsdiskussion -"Inspiring citizen science initiatives"- Dr. Udo Engelhardt für das Portal Maritim teilgenommen. |
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Dr. Udo Engelhardt Marine Ecologist, Climate Impact Researcher & Systems Analyst Chief Scientist @ TCTF Director @ Reefcare International P/L EU-Ambassador |
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Wir danken dem Team der Boot und dem des europäischen Verbandes EBI (European Boating Industrie) für die Möglichkeit auf dieser Bühne vorzutragen. Zudem wird hier auch der Moderatorin Kristin Recke ausdrücklich gedankt. Wir grüßen zudem die Gesprächspartner und wünschen allen für Ihre Projekte alles Gute. |
In den Vorträgen, in der Podiumssitzung sowie den nachträglichen Gesprächen wurden die Notwendigkeit der Mitwirkung aller und die Wichtigkeit des Zusammenwirkens thematisiert. Insgesamt wurde zum Sachstand der Klimakrise mit Ihren Aus- und Wechselwirkungen auch auf die Infrastrukturen, die Wirtschaft und den Wassersport sowie der Gesellschaft insgesamt referiert. Ebenso, dass die Beschleunigung der Erderwärmung (mit jedem 0,1 Grad-Schritt) nonlineare Auswirkungen haben wird, welche Auswirkungen das nach wissenschaftlichem Stand sein werden und ab wann mit 1,6 - 1,7 - 1,8 - 1,9 und 2 Grad Erwärmung aufgrund der Beschleunigung zu rechnen ist. Im Anschluss standen wir Rede und Antwort, um zu analysieren, was zu tun ist und wie es zu schaffen ist. |
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Portal Maritim untersucht die maritimen Auswirkungen
bis in die einzelnen Teilbereiche hinein, und entwickelt jeweils Handlungsanweisungen. Wir werden es wie bisher möglichst genau machen. Alle zur Verfügung gestellten Daten einarbeiten, auch die der neuen Anbieter mit Ihren Quellen. Wir bitten hier um Unterstützung auch der Akteure, die sich auf unsere Anfragen hin, noch nicht der Lage entsprechend bereit erklärt haben. Die Auswertung für einzelne Bereiche der maritimen Welt ist dann eine weitere Aufgabe, die wir möglichst präzise vornehmen werden. Deshalb kann hierzu erst in der nächsten Ausgabe genauer berichtet werden. Um vor dem Saisonbeginn 2026 schon hilfreiches kund zu tun, folgt hier ein Link zu einer Liste, die wir zum Teil schon in den Vorträgen angesprochen haben. Klimanotstand Maßnahmen.pdf
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Weitere Projekte wie Elbe, Adria
und auch die Neuauflage des Projektes Nordsee. Projekt Elbe und Oder: Aufgrund der Weiterführung unserer Zusammenarbeit mit dem DWD der Aufnahme weitere Zusammenarbeit mit dem BSH und der BAFG werden wir hier zukünftig genauere Daten und Informationen zur Verfügung stellen können. Zudem können so sehr viel direkter Kontakte zum Austausch aufgebaut und entwickelt werden. Planungen, um die Situation wieder zu verbessern sind nicht nur möglich, sondern im Gange. Hierzu haben alle das Recht, sich direkt zu informieren. Die Auskunftspflicht durch die Behörden ist verstärkt worden. Die öffentlichen finanziellen Möglichkeiten sind zudem beschränkt. Wir bitten alle Beteiligten und alle noch nicht beteiligten Interessenten darum, sich hier mit einzubringen. Das Zeitfenster für mögliche Planungen und auszuführende Maßnahmen schließt sich leider immer schneller. Wir können hier insoweit die Information weitergeben, dass aufgrund der EU Verordnung 2021/1119 und des Bundes-Klimaanpassungsgesetzes (KanG) von 2024, Eingaben von Betroffenen nicht nur möglich, sondern gefordert sind. Allerdings wird in der neuen Gesetzeslage auf verstärkte Eigeninitiative gesetzt, da Mittel und Zeit nicht ausreichen werden. Derzeit ist es wichtig und sinnvoll, so viel wie möglich und für andere Belange sinnvoll an Oberflächenwasser, durch Regen und Schnee, auf den Flächen zu halten und möglichst versickern zu lassen und den direkten Ablauf ins Meer zu verzögern. So kann zumindest teilweise örtlich die Verbindung des Oberflächenwassers mit den Grundwasserleitern wiederhergestellt und diese besser aufgefüllt werden. Dies gilt für den gesamten Wasserkörper des Einzugsbereiches der Elbe. Selbstverständlich auch für den der Oder und alle weiteren Regionen mit Grundwasserabsenkungen und prognostizierten Dürregefahren. Informationen hierzu über Kontakt: https://portalmaritim.de/kontakt/ Projekt Adria Unsere Treffen mit verschiedensten Partnern auf der Messe Boot 2026 ergab auch bei mehreren Gesprächen mit Sabine Kerkau von der Baltic Sea Nature Heritage Assoziation eine geregelte weitere Planung des Projektes mit dem vorgesehenen Zeitfenster im Frühjahr am Saisonbeginn in der Adria. Wir bitten weiterhin um Meldungen für Mitwirkungen auch übers Portal Maritim. Neuauflage Projekt Nordsee
Aufgrund der neusten Daten zu den derzeitigen Veränderungen und denen die Zeitnah auftreten werden, ist es nun absolut wichtig für alle Nordseeanrainer und allen die mit Ihren Belangen von und mit der Nordsee zusammenhängen, ein gemeinsames Projekt aufzulegen, das auf den bestehenden Kontakten und Kleinprojekten aufgebaut werden kann. Die Umweltveränderungen aus Meeresspiegelanstieg, Windstärkenzunahme, Wellenhöhenzunahme, Strömungsveränderungen und Gezeitenresonanzverschiebungen drohen nicht nur die Nordsee in ein anderes Gewässer zu verwandeln, sie tun es schon deutlich. Verschiebungen von Prielen und Fahrwasser, das Ausspülen des Schlicks von den Wattflächen in tiefere Gewässerteile, die Umschichtung von Sandbänken und die verstärkende Einwirkung auf die Hochwasserschutzbauten machen es sinnvoll und wichtig, eigentlich notwendig, hier einen wirkungsvollen Austausch einzuführen und weiterzuentwickeln. Also Bitte melden! Vielen Dank an alle Mitwirkenden und Unterstützer. Was schon bisher geleistet wird, ist beeindruckend und macht Hoffnung. Es wird schon viel mehr gerödelt als einige mitbekommen. Wenn sich alle bisher Unentschlossenen und Untätigen etwas mehr inspirieren lassen, sich einfach mal genauer mit der Lage auseinandersetzen und damit den Verwirrungen einen Riegel aus fundierter und gesicherter Sachkenntnis vorschieben, könnte es doch noch mit dem gesellschaftlichen Umbruch zu einer effektiven Verminderung der schlimmsten Katastrophen mit deren Auswirkungen klappen. Dranbleiben und nicht nachlassen! Ran an die Riemen! Die Redaktion |
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